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Aktiv sein in Zeiten von Covid19

Zugegeben, es ist nicht einfach in Zeiten des Coronavirus jederzeit motiviert zu bleiben. Man ist in gewisser Hinsicht eingesperrt und fühlt sich in Freizeitaktivitäten limitiert. Apropos Freizeit, die Grenzen zwischen Arbeit, Freizeit und allem dazwischen verschwimmen immer mehr. Gerade die von uns, die bisher noch nicht regelmäßig im Home-Office gearbeitet haben tun sich sicherlich an manchen Tagen schwer hier klare Grenzen zu ziehen.

Wenn man dann eine Familie zu Hause hat und neben dem Beruf auch Beschäftigung für Kinder finden muss, kann einen schnell das Gefühl überfallen, dass einem das Dach auf den Kopf fällt.

Wir sind eine aktive Familie, haben vor Corona sieben Tage die Woche auf Sportplätzen verbracht, teilweise mehrfach am Tag, da alle von uns entweder Spieler und oder Trainer sind. Wir haben diese Zeit nicht nur genossen, sie war auch unsere Hauptquelle für soziale Kontakte außerhalb von Schule und Büro.

Wie bei vielem im Leben, merkt man das erst, wenn man es nicht mehr hat.

Und während wir aktuell, wie alle anderen, nicht die Möglichkeit haben uns mit Freunden zu treffen, finden wir zumindest Wege uns unserem Bewegungstrieb zu widmen.

Als Teil meiner Reha von einer Knie OP muss ich zwar eh fast täglich aufs Fahrrad und meine Übungen machen, tue dies aber früh morgens bevor der Rest der Familie aufwacht. Die Bewegung kommt zunächst eher indirekt durch unsere Tochter, die Fußball spielen will und später durch einen von uns, wenn wir die Sonne genießen und unseren Wettkampfdrang ausleben müssen.

Wir haben ein gut zusammenklappbares Basketballspiel in einem unserer Zimmer stehen, ähnlich zu denen, die man es aus Spielhöllen unserer Kindheit kennt.Es hat sich schon mehrfach als prima Möglichkeit bewiesen, zwischen beruflichen Telefonaten oder auch Schulaufgaben den Kopf kurz freizubekommen. Und nebenbei entwickeln sich sowohl Ehrgeiz als auch Spaß am Spiel. Sich mit anderen zu messen macht Spaß. Dies in spielerischer Form zu tun bringt noch mehr Freude.

Mittlerweile gewinnt unser Kind auch jedes Mal, zumindest an Erfahrung. Da wir in dem Raum ein schön großes Fenster haben, darf der Gewinner dann auch die Siegerehrung durchs Fenster in die Nachbarschaft zelebrieren. Hier die Entschuldigung an alle in der Umgebung und die Erklärung für die lauten Siegesschreie aus dem Nichts. Man kann davon ausgehen, dass der Sieg hart umkämpft war.

Weil wir neben dem Basketball-Arcade-Spiel aber auch mehr Bewegung brauchen, haben wir mittlerweile Esstisch und Stühle aus dem Wohnzimmer geräumt um dort Platz für ein ordentliches 1 gegen 1 Spielfeld aufbauen zu können. Ein großer Spaß, egal welche Altersklassen hier gegeneinander antreten. Jetzt überlegen wir schon Kunstrasen im Wohnzimmer auszulegen, aber damit müssen wir evtl. bis nach der Quarantäne warten, wenn sich unsere Köpfe wieder an etwas Normalität gewöhnt haben, um sicherzustellen, dass wir die Idee immer noch gut finden.

Einen Garten haben wir nicht, eine Straße vor der Tür aber schon. Also werden auch da die Tore aufgebaut oder ein flexibles, in unter fünf Minuten aufgebautes Kleinfeld-Tennisnetz. Sowohl Tennis als auch Fußballtennis haben uns schon einige Stunden der sonst eher tristen Coronazeit mit Freude gefüllt, so dass wir dies schon fast missen werden, wenn die Abende und Wochenenden wieder mit Terminen, Trainings, Spielen und anderen Events belegt sind.

Wir werden in jedem Fall versuchen dies weiter zu führen und auch mal Freunde dazu einzuladen.


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