Es ist nicht einfach in der aktuellen Zeit die richtige Entscheidung zu treffen.

Soll man nun zu Hause bleiben oder rausgehen? Sofa oder Sport?

Viele von uns machen gerne Sport und der Großteil macht ihn nicht aus finanziellen Gründen oder gar beruflich. Vielmehr finden wir die Motivation in der Möglichkeit uns mit anderen zu messen, die spürbare Verbesserung, wenn heute etwas klappt, was letzte Woche nicht nicht geklappt hat, das Gefühl den Körper auch mal an seine Grenzen gebracht zu haben und vor allem die Möglichkeit mit anderen Menschen zusammen zu kommen.

Sport-, Spiel- und Bolzplätze sind geschlossen, an Mannschaftssport ist weder für die Erwachsenen noch für die Kinder zu denken. Eine traurige Entscheidung, da insbesondere die Kinder unter der fehlenden Routine und Bewegung leiden.

Wir können immer noch laufen gehen oder Fahrrad fahren. Die Fitnessstudios haben zwar zu, aber auch zu Hause können wir uns zu Liegestützen, Kniebeugen, Bauchübungen oder Burpees überreden. Vielleicht haben wir gar genug Gleichgesinnte, mit denen wir uns darin sogar ein wenig messen können. Aber das Getränk, egal ob kühl oder heiß, welches wir nach dem gemeinsamen Schuften und Schwitzen genießen und wir über das reden, was uns vielleicht auch im Alltag beschäftigt, fällt dann oft weg. Das müssen wir dann wieder alleine zu uns nehmen. Und viele spüren in der aktuellen Zeit, wie wichtig diese Momente für uns sind. Die Chance etwas Last mit unseren Mitmenschen zu teilen und auch deren Sorgen und Gedanken aufzunehmen und sich so gegenseitig zu stärken und zu zeigen: "Du bist nicht allein!"


Es wird sich nicht so schnell wieder zu dem zurückverwandeln, was es noch vor einem Jahr war. Vielmehr gibt es nun und auch zukünftig ein neues Normal. Wie genau dies aussehen wird, ist noch nicht definiert. Stattdessen liegt es in einer Kombination aus unseren Händen, der Wissenschaft und, zumindest gefühlt, den Sternen.

Wir werden irgendwann wieder Feste feiern, die Kinder in Feriencamps schicken, mit Freunden zusammenkommen und womöglich werden wir diese Gelegenheiten viel mehr genießen als wir es in den letzten Jahren taten, als wir Familienfeste als lästig, Geburtstage als Pflichttermine und andere Chancen zum persönlichen Treffen als selbstverständlich ansahen.

In den bevorstehenden Wintermonaten werden wir des Öfteren an den Punkt kommen, an dem wir uns nicht auf die Alternativen vergangener Jahre berufen können. Immer beliebter werdende Indoor-Spielplätze, Hallentraining in den verschiedenen Sportarten, Kinobesuche, Kletterhallen und viele anderen Indoor-Aktivitäten fallen als Optionen weg. Der Besuch des einen Haushalts, der aktuell überall erlaubt ist, gibt zumindest ein wenig die Chance von Normalität. Was innerhalb der Familie oder mit dem Besuch dann gemacht wird, ist davon abhängig, welcher Platz verfügbar ist und wer daran teilnimmt. Aber Möglichkeiten gibt es zwischen Basketball Arcade, Brettspielen, Kartenspielen, Tischkicker und anderen Alternativen sicherlich jede Menge. Da schmeckt im Anschluss auch gleich der Kaffee oder Tee wieder ein bisschen besser.

Sicher ist, dass uns der aktuelle Zustand noch eine Weile begleiten wird und wir Mittel und Wege finden werden das Beste aus der Situation zu machen. Und für unsere Seele und Psyche sind Bewegung und soziale Kontakte, in welcher Form auch immer, wichtig und werden es auch bleiben. Uns liegt die Gesundheit unserer Mitmenschen am Herzen, physisch wie mental gleichermaßen. Während wir uns Gedanken machen, wie wir einzelne Personen darin unterstützen können, bitten wir Sie als Leser sich dem Thema der mentalen Gesundheit offen gegenüber zu zeigen. Vielleicht fühlen Sie selbst, dass Ihnen ein Gespräch helfen könnte oder Sie könnten die Person sein, die einem Mitmenschen durch zuhören oder eine einfache Tat etwas Gutes tun können. Gemeinsam sind wir stärker als wir denken und gleichzeitig sollten wir an die Menschen denken, die vielleicht keinen guten Tag haben und damit mehr oder weniger offen umgehen. Wenn wir für einander da sind, können wir viel erreichen. Und wenn es nur mal die Einladung zum Kartenspielen oder Tischkickern ist, um mal wieder über unsere Gedanken und Sorgen zu sprechen.

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Zugegeben, es ist nicht einfach in Zeiten des Coronavirus jederzeit motiviert zu bleiben. Man ist in gewisser Hinsicht eingesperrt und fühlt sich in Freizeitaktivitäten limitiert. Apropos Freizeit, die Grenzen zwischen Arbeit, Freizeit und allem dazwischen verschwimmen immer mehr. Gerade die von uns, die bisher noch nicht regelmäßig im Home-Office gearbeitet haben tun sich sicherlich an manchen Tagen schwer hier klare Grenzen zu ziehen.

Wenn man dann eine Familie zu Hause hat und neben dem Beruf auch Beschäftigung für Kinder finden muss, kann einen schnell das Gefühl überfallen, dass einem das Dach auf den Kopf fällt.

Wir sind eine aktive Familie, haben vor Corona sieben Tage die Woche auf Sportplätzen verbracht, teilweise mehrfach am Tag, da alle von uns entweder Spieler und oder Trainer sind. Wir haben diese Zeit nicht nur genossen, sie war auch unsere Hauptquelle für soziale Kontakte außerhalb von Schule und Büro.

Wie bei vielem im Leben, merkt man das erst, wenn man es nicht mehr hat.

Und während wir aktuell, wie alle anderen, nicht die Möglichkeit haben uns mit Freunden zu treffen, finden wir zumindest Wege uns unserem Bewegungstrieb zu widmen.

Als Teil meiner Reha von einer Knie OP muss ich zwar eh fast täglich aufs Fahrrad und meine Übungen machen, tue dies aber früh morgens bevor der Rest der Familie aufwacht. Die Bewegung kommt zunächst eher indirekt durch unsere Tochter, die Fußball spielen will und später durch einen von uns, wenn wir die Sonne genießen und unseren Wettkampfdrang ausleben müssen.

Wir haben ein gut zusammenklappbares Basketballspiel in einem unserer Zimmer stehen, ähnlich zu denen, die man es aus Spielhöllen unserer Kindheit kennt.Es hat sich schon mehrfach als prima Möglichkeit bewiesen, zwischen beruflichen Telefonaten oder auch Schulaufgaben den Kopf kurz freizubekommen. Und nebenbei entwickeln sich sowohl Ehrgeiz als auch Spaß am Spiel. Sich mit anderen zu messen macht Spaß. Dies in spielerischer Form zu tun bringt noch mehr Freude.

Mittlerweile gewinnt unser Kind auch jedes Mal, zumindest an Erfahrung. Da wir in dem Raum ein schön großes Fenster haben, darf der Gewinner dann auch die Siegerehrung durchs Fenster in die Nachbarschaft zelebrieren. Hier die Entschuldigung an alle in der Umgebung und die Erklärung für die lauten Siegesschreie aus dem Nichts. Man kann davon ausgehen, dass der Sieg hart umkämpft war.

Weil wir neben dem Basketball-Arcade-Spiel aber auch mehr Bewegung brauchen, haben wir mittlerweile Esstisch und Stühle aus dem Wohnzimmer geräumt um dort Platz für ein ordentliches 1 gegen 1 Spielfeld aufbauen zu können. Ein großer Spaß, egal welche Altersklassen hier gegeneinander antreten. Jetzt überlegen wir schon Kunstrasen im Wohnzimmer auszulegen, aber damit müssen wir evtl. bis nach der Quarantäne warten, wenn sich unsere Köpfe wieder an etwas Normalität gewöhnt haben, um sicherzustellen, dass wir die Idee immer noch gut finden.

Einen Garten haben wir nicht, eine Straße vor der Tür aber schon. Also werden auch da die Tore aufgebaut oder ein flexibles, in unter fünf Minuten aufgebautes Kleinfeld-Tennisnetz. Sowohl Tennis als auch Fußballtennis haben uns schon einige Stunden der sonst eher tristen Coronazeit mit Freude gefüllt, so dass wir dies schon fast missen werden, wenn die Abende und Wochenenden wieder mit Terminen, Trainings, Spielen und anderen Events belegt sind.

Wir werden in jedem Fall versuchen dies weiter zu führen und auch mal Freunde dazu einzuladen.


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